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Regionale Genussmittel und ein neuer Bericht zur Planetary Health Diet

Posted by osnabrueckerweltacker

In diesem Jahr haben wir zum Saisonabschluss etwas ganz besonderes bekommen: Ein selbst gebrautes Bier mit dem frischen Hopfen vom Weltacker! Gebraut von Carsten Lehmann, nachdem die Idee auf einer Führung über den Weltacker aufgekommen war.
Und es zeigt sich: auch beim Bier ist frisch, regional und selbst gemacht tausendmal besser als alles, was wir aus dem Supermarkt kennen!! Herzlichen Dank an Carsten!

Und auch jenseits vom Bier haben wir uns weiter mit gesunder und umweltverträglicher Ernährung beschäftigt;)


Der lange erwartete neue Bericht zur Planetary Health Diet, EAT-Lancet 2.0, ist da!

Das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung und zahlreiche andere Wissenschaftler*innen aus aller Welt haben das Konzept vertieft und erweitert,vor allem Fragen nach Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit sind intensiv eingeflossen
Das bewährte Ernährungsmodell aus dem ersten Bericht, hier noch einmal als Teller dargestellt, bildet weiter den Rahmen für individuell und regional ganz unterschiedlich gestaltbare Ernährungsweisen, die alle eines gemeinsam haben: Sie sind pflanzenbasiert und vielseitig, mit einem moderaten Anteil tierischer Nahrungsmittel oder auch vegan. Die Basis bilden Gemüse und Obst, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und Nüsse.

Neben den Vorschlägen zur Ernährung ist im neuen Bericht der Einfluss des Ernährungssystems auf die Belastungsgrenzen der Erde, die planetaren Grenzen, ausführlich und mit neuesten Daten dargestellt. An fünf der sieben inzwischen überschrittenen planetaren Grenzen hat der Ernährungssektor einen entscheidenden Anteil! Grund genug also, unsere Ernährung im Sinne der Planertary Health Diet zu verändern, um zu einer Verbesserung beizutragen:)

Neu im Bericht ist eine starke Bezugnahme auf Gerechtigkeit in vielen verschiedenen Zusammenhängen. Denn eine gesunde und zukunftsfähige Ernährungsweise muss auch global für alle zugänglich sein, um etwas zu bewirken.
Und: Die Ernährungsweise der reichsten 30 % der Weltbevölkerung verursacht mehr als 70 % der Umweltbelastungen des gesamten Ernährungssystems – auch daran zeigt sich, dass die Vorteile und Nachteile des aktuellen Systems höchst ungerecht verteilt sind.

Der neue Bericht verdeutlicht noch einmal, welche zentrale Rolle unsere Landnutzung und Ernährung spielt, egal ob es um Gesundheit, Umwelt oder soziale Fragen geht. Und unsere Ernährung kann entweder weiterhin Teil des Problems sein, oder in Zukunft Teil der Lösung vieler Probleme.

Wer mehr zu EAT-Lancet 2.0 wissen möchte, findet hier eine Zusammenfassung des aktuellen Berichts.

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